Vision und Haltung

Serie n wie die englischen Formate SHAMELESS und BRADFORD RIOTS haben gezeigt, dass gesellschaftliche Randgruppen lustvoll und mitreißend in Szene gesetzt werden können.

Diese Formate bringen die Figuren emotional sehr nah an den Zuschauer heran. Es werden Stereotypen und Vorurteile bedient und gleichzeitig wieder gebrochen. So wird das Liebenswerte und das Lebenswerte der bespielten Welt transportiert, so dass der Zuschauer sich beinahe in ein solches Leben hinein wünscht. Damit entstehen Interesse und Aufgeschlossenheit, ja sogar eine gewisse Form von Begeisterung, gegenüber diesen unseren Mitmenschen.

 

Die größte gesellschaftliche Randgruppe in Deutschland sind Türken. Voller negativer Vorurteile und Skepsis existiert in der deutschen Gesellschaft ein sehr eindimensionales Bild von ihnen.

 

Das Setting von VÖGEL OHNE BEINE bietet die Möglichkeit auf verschiedenste Ebenen in das Thema einzusteigen. Wir können auf subtilste Art und Weise unsere Gesellschaft loben und rügen. Durch die verschiedenen Situationen der Protagonisten haben wir eine Plattform geschaffen, sämtliche großstädtische Phänomene Deutschlands aus verschiedensten Perspektiven zu beäugen. Neben Lösungsvorschlägen, können wir vor allem das Menschsein hinter diesen Phänomenen zu zeigen.

 

Wir als Macher des Projekts haben auch alle einen Migrations-Hintergrund, kennen die Konflikte der Vögel ohne Beine, kennen aber auch Gründe für das Entstehen von Vorurteilen oder Gleichgültigkeit.

 

Das Projekt bietet uns die Möglichkeit diese verschiedenen Sichtweisen und Wahrnehmungen zu verknüpfen und so, im Gegensatz zu einem Szenefilm, auch einem Außenstehenden Zugang zum Thema, vor allem aber zu den Figuren, zu verschaffen. Identifikation mit Figuren funktioniert unserem Verständnis nach nicht über soziale Kontexte, sondern über nachvollziehbare und mitgefühlte Emotionen der Protagonisten. So ist es unser Anliegen, Menschen, die nicht sind wie du und ich, aber eine immer größere Rolle in unserem Leben spielen, in ihrem Menschsein dem Zuschauer nah zu bringen.

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